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Bundeskanzleramt: Verwendung der kroatische Amtssprache im Burgenland konstant

Von: News-Service (eigener Bericht)
Datum: 25.04.00
Uhrzeit: 07:51:21
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Die Verwendung der kroatischen Landessprache als zusätzliche Amtssprache im Burgenland ist 1999 konstant geblieben. Das geht aus einer schriftlichen Anfragebeantwortung von Bundeskanzler Wolfgang SCHÜSSEL an die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses im Nationalrat, Abgeordnete Terezija STOISITS hervor. Kroatisch ist in sechs von sieben Bezirken des Burgenlandes entsprechend dem Artikel 7 Staatsvertrag von Wien 1955 und dem Volksgruppengesetz 1976 als „zusätzliche Amtssprache“ vor Verwaltungsbehörden und Gerichten zugelassen.

In zahlreichen zweisprachigen Gemeinden erfolgten laut Bundeskanzleramt „die meisten mündlichen Anbringen“ in der kroatischer Amtssprache, weshalb keine konkreten Zahlen über die Anzahl der einzelnen Fälle vorliegen, und nur der prozentuelle Anteil der kroatischen Amtssprache am gesamten Verfahrensaufwand angegeben werden könne.

„Fast alle mündlichen Amtshandlungen in kroatischer Sprache“ erfolgen in: Klingenbach, Trausdorf, Neudorf, Nikitsch und Großwarasdorf.

90 bis 95 % der mündlichen Amtshandlungen erfolgten in kroatischer Sprache in den Gemeinden Oslip, Siegendorf, Zagersdorf, Frankenau-Unterpullendorf, Schachendorf und Schandorf.

In Weiden bei Rechnitz wurden 60-70 % der mündlichen Amtshandlungen in kroatischer Sprache durchgeführt.

In den übrigen offiziell zweisprachigen Gemeinden (Hornstein, Steinbrunn, Wulkaprodersdorf, Zillingtal, Neuberg, Stinatz, Güttenbach, Antau, Baumgarten, Draßburg, Pama, Parndorf, Kaisersdorf, Weingraben, Rotenturm an der Pinka) sowie den Bezirkshauptmannschaften und bei der Burgenländischen Landesregierung wurde darüber hinaus die kroatische Sprache im Jahr 1999 in 2.322 Fällen mündlich und in 43 Fällen schriftlich als Amtssprache in Anspruch genommen.

Die gesetzlich vorgesehenen Zweisprachigkeitszulagen erhielten im Jahr 1999 insgesamt 51 Beamte, davon vier im Landesdienst, die übrigen in den Gemeinden.

Volltext der Anfragebeantwortung: http://www.parlament.gv.at/pd/pm/XXI/AB/his/003/AB00369_.html


Stand: 25. April 2000