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Regierung lenkt bei Zeitungsversand vorerst ein

Von: News-Service (eigener Bericht)
Datum: 27.04.00
Uhrzeit: 07:50:24
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News

Nach Berichten mehrerer Tageszeitungen zeichnet sich in der Causa "begünstigte Zeitungsversandtarife der Post" eine Übergangslösung ab. Ursprünglich sollte heute im Nationalrat die Streichung des ermäßigten Zeitungstarifes per 1. Juli beschlossen werden. Dagegen hatten zahlreiche Zeitungsherausgeber und gemeinnützige Organisationen massiv protestiert.

Die Zeitungsherausgeber der Burgenlandkroaten hatten mehrfach darauf hingewiesen, dass die Streichung des Zeitungstarifes die Existenz sämtlicher Printmedien in der kroatischen Landessprache des Burgenlandes existentiell gefährden würde. Gerade Minderheitenmedien wären besonders betroffen, da mit der drohenden Einstellung bzw. Reduktion der Medienprodukte „nicht nur ein Mosaikstein innerhalb der Medienvielfalt in Österreich ausfällt, sondern ein Kahlschlag aller Printmedien in der Sprache der Burgenlandkroaten bewirkt wird“.

Nun soll der Postzeitungsdienst zunächst erhalten bleiben und erst mit Ende 2001 auslaufen. Daraus ergibt sich für die betroffenen Organisationen und Medien eine eineinhalbjährige Übergangsfrist. Danach sollen andere Regelungen greifen. Allerdings werden heuer und im Jahr 2001 die Tarife für den Postzeitungsversand um je 15 Prozent erhöht.


Stand: 27. April 2000