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Steirische Slowenen mit Kanzler-Antwort unzufrieden, Minderheitenrechte sollen endlich umgesetzt werden

Von: News-Service (eigener Bericht)
Datum: 08.05.00
Uhrzeit: 07:16:59
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News

Der Artikel-VII-Kulturverein für Steiermark als Vertretungsorganisation der Volksgruppe der Steirischen Slowenen bedauert den Inhalt der Beantwortung der Anfrage der Abgeordneten Mag. Stoistits durch den Bundkeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel betreffend die Umsetzung der im Art. 7 des Staatsvertrages festgehaltenen und nicht umgesetzten Rechte der Steirischen Slowenen.

„Der Bundeskanzler stellt offensichtlich die Existenz der Volksgruppe der Steirischen Slowenen nicht in Frage ist aber der Meinung, dass sich eine Frage der „faktischen Anerkennung der steirischen Slowenen“ nicht stellt. Tatsache ist, dass die für den Fortbestand der Minderheit unumgänglichen Punkte, die im Artikel VII des Staatsvertrages von 1955 formuliert wurden, bis heute nicht erfüllt wurden“; heißt es in einer Aussendung des „Artikel VII-Kulturvereins für Steiermark“.

Die Aufstockung des Minderheitenbeirates der slowenischen Volksgruppe auf 20 Sitze, um den Vertretern der Steiermark die Möglichkeit zu geben, für sich selbst zu sprechen, und die Installierung eines Elementarunterrichtes in den betroffenen Gebieten werden vom Verein seit Jahren eingefordert, um der drohenden Assimilation und dem damit sich anbahnenden Kulturverlust Einhalt zu gebieten.

Für den Verein entsteht der Eindruck, dass die Junktimierung der Minderheitenfrage mit der ungelösten Frage der Altösterreicher in Slowenien weiterhin ausschlaggebend für eine ablehnende Haltung der Regierung ist.

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Siehe auch den News-Service-Bericht: Bundeskanzler Schüssel plant keine "faktische Anerkennung der steirischen Slowenen" vom 2. 5. 2000.


Stand: 08. Mai 2000