[ Reaktion | Vorwärts | Zurück | Nach oben ]

Deutschlands Sinti und Roma wollen entschädigt werden - Besuch bei Kanzler Schröder

Von: News-Service (eigener Bericht)
Datum: 16.05.00
Uhrzeit: 07:43:39
Name des Remote-Computers: 195.2.4.209

News

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma hat in einem Gespräch mit Bundeskanzler Gerhard Schröder die Einbeziehung in die Entschädigung von NS-Opfern gefordert, berichten heute mehrere Tageszeitungen in Deutschland. „Wir waren an vorangegangenen Verhandlungen nicht beteiligt. Das darf sich nicht fortsetzen“, sagte der Vorsitzende des Zentralrats, Romani Rose, am Montag in Berlin.

Der Kanzler hatte mehr als 20 ehemalige KZ- Häftlinge der Sinti und Roma empfangen. Das Treffen fand anlässlich des 60. Jahrestags der ersten großen Deportation von Sinti und Roma in Gettos und Konzentrationslager statt. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges ermordeten die Nationalsozialisten rund eine halbe Million Sinti und Roma in den von Deutschland besetzten Gebieten.

Der Zentralrat deutscher Sinti und Roma wurde 1982 gegründet, um die Interessen der Volksgruppe zu vertreten. Derzeit leben etwa 70 000 Sinti und Roma in Deutschland. Die meisten sind Katholiken. Sie sind als Minderheit heute staatlich anerkannt.

Infos zu Sinti und Roma in Deutschland: http://www.sensjs.berlin.de/Familie/Sinti_roma/infode.htm


Stand: 16. Mai 2000