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Landesschulratspräsident Fritz Krutzler kontert Finanzminister Grasser: Mehrkosten für Minderheitenschulen sind berechtigt

Von: News-Service (eigener Bericht)
Datum: 18.05.00
Uhrzeit: 07:49:14
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News

Burgenlands Landesschulratspräsident Fritz Krutzler hat gegenüber den Medien die Behauptung von Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ) zurückgewiesen, dass burgenländische Lehrer am teuersten seien. Der Finanzminister hatte im ORF angeregt, die Bezahlung der Landeslehrer generell vom Bund auf die Länder abzuwälzen und dabei behauptet, die Länder würden wenig sparsam handeln, weil das Geld für die Lehrer vom Bund komme. Besonders teuer seien die Lehrer im Burgenland.

Krutzler kritisierte die Vorwürfe wegen angeblich überhöhter Ausgaben für Lehrer im Burgenland: "Schließlich haben wir hier ein Schulwesen, dass auch auf die Bedürfnisse der Roma sowie der kroatischen und ungarischen Minderheiten eingeht, das kostet natürlich etwas“. Wenn Grasser nicht wolle, dass dafür Geld ausgegeben werde, solle er das deutlich sagen. Krutzler verwies auch auf die hohe Zahl von evangelischen Schülern im Burgenland. Die dörfliche Struktur des Landes verteure das Schulwesen ebenfalls, in Ballungszentren sei das einfacher. Zuletzt hatte sich vor allem Landeshauptmannstellvertreter Jellasitz (ÖVP) für die Aufrechterhaltung von kleineren Schulen oder Klassen ausgesprochen, auch wenn das mit höheren Kosten verbunden sei.


Stand: 18. Mai 2000