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FPÖ möchte Mehrkosten für einsprachige Lehrer in Kärnten von der Volksgruppenförderung abzweigen

Von: News-Service (eigener Bericht)
Datum: 08.06.00
Uhrzeit: 07:41:19
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News

Die Freiheitliche Partei in Kärnten möchte Mehrkosten für das Schulwesen im zweisprachigen Gebiet, die einerseits durch die Ausweitung der Zweisprachigkeit auf alle vier Schulstufen und andererseits vor allem durch zusätzliche Maßnahmen zugunsten der einsprachig deutschen Lehrer entstehen werden, durch die Volksgruppenförderung abdecken.

Wie die Tageszeitung „Die Presse“ heute meldet, sollen Teile der Volksgruppenförderung des Bundes "für Bildungszwecke umgewidmet" werden. Ob die Slowenenvertreter dem zustimmen, sei allerdings zweifelhaft.

Konkret geht es darum, daß nach einem Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes die derzeitige Einschränkung des zweisprachigen Unterrichtes auf die ersten drei Schulstufen als verfassungswidrig aufgehoben wurde. Diese Entscheidung des Höchstgerichtes haben die Kärntner Landesparteien zum Anlaß genommen, um die angebliche Schlechterstellung der nur einsprachig deutsch qualifizierten LehrerInnen gegenüber den zweisprachig Qualifizierten abzuschaffen – was faktisch einer Abschaffung der besseren Bezahlung für zweisprachig qualifizierte Lehrkräfte gleichkommen würde.

Weil das Unterrichtsministerium in Wien kaum bereit sein werde, die dadurch entstehenden Mehrkosten zugunsten der einsprachigen Lehrkräfte zu bezahlen, will die FPÖ eben Teile der Volksgruppenförderung umleiten. (cgh-News)

Hintergründe: http://www.hrvatskicentar.at/forum2/_disc/00000072.htm


Stand: 08. Juni 2000