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Kroatien sieht sich beim Minderheitenschutz im europäischen Spitzenfeld

Von: News-Service (eigener Bericht)
Datum: 16.06.00
Uhrzeit: 07:32:35
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News

„Im Vergleich zu anderen europäischen Staaten steht Kroatien bei der Umsetzung von Minderheitenrechten an der Spitze“, erklärte Frau Mila Šimić, Leiterin des Amtes für nationale Minderheiten bei der Regierung Kroatiens gegenüber der Zagreber Tageszeitung „Vjesnik“. Im Budgetjahr 2000 seien insgesamt 19,7 Millionen Kuna (ca. 35 Millionen Schilling) für die Tätigkeit der Minderheitenorganisationen vorgesehen.

Kroatische Minderheiten in einigen anderen Staaten hätten keinesfalls jenes Maß an Rechten, wie sie Kroatien zugestehe, erklärte Frau Šimić. Kroatien wolle aber dennoch nicht nach dem Prinzip der Reziprozität vorgehen und die Unterstützung für manche Minderheiten zurücknehmen. Das würde laut Šimić einer Bestrafung der eigenen Bürger gleichkommen, nur weil ein anderer Staat wenig und er gar keinen Wert auf Minderheitenrechte legt.

Der größte Teil der Minderheitenrechte, insbesondere in den Bereichen Bildung, Entwicklung der kulturellen und nationalen Identität, Dokumentation und ähnliches werde mittels beauftrager Einrichtungen des Regierungsamtes verwirklicht, während die übrigen Rechte (Informationsarbeit, Publikationen, Tätigkeit von Kultur- und Folkloregruppen) von den Minderheiten unmittelbar wahrgenommen werden und vom Regierungsamt finanziell unterstützt werden. (cgh-News)


Stand: 16. Juni 2000