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Burgenlandkroaten: "Zweisprachige Ortstafeln sind Erfolg des jahrelangen Kampfes"

Von: Aussendung/News-Sevice   
Datum: 12.07.00
Uhrzeit: 10:46:36
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News

Neuer Schwerpunkt: Zweisprachigkeit im öffentlichen Raum und im Bildungswesen konzentrieren

„Die für morgen angekündigte Aufstellung der ersten zweisprachigen Ortstafeln im Burgenland ist ein großer Erfolg unseres jahrzehntelangen Engagements für die Zweisprachigkeit im Land und für unseren konsequenten Kampf für dieses Minderheitenrecht“ kommentiert die Vorsitzende des Kroatischen Akademikerklubs Silvija Resetarits die numehr endgültige Aufstellung zweisprachiger Ortstafeln im Burgenland durch Bundeskanzler Schüssel.

„Unsere zahlreichen Ortstafelaktionen, für die wir anfangs noch mit Verwaltungsstrafen verfolgt wurden, unser jahrelanger politischer Druck und unsere konsequente Überzeugungsarbeit bringen uns jetzt in diesem Bereich ans Ziel“, erklärt Resetarits. „Ich möchte mich bei allen bedanken, die mitgemacht haben und uns in welcher Form auch immer unterstützt haben, und die sich in ihrem Engagement für die Zweisprachigkeit nicht beirren ließen.“

"Besonders erfreulich ist, daß nun gerade die offizielle Politik das Thema Minderheitenrechte für sich entdeckt hat, nachdem sie es jahrzehntelang stiefmütterlich behandelte. Angesichts der kritischen EU-Beobachtung sind zweisprachige Ortstafeln ein wichtiges Symbol geworden. Uns geht es aber nicht nur um Symbole, sondern um die konsequente Arbeit für den Erhalt und den Ausbau der sprachlichen Vielfalt im Burgenland. Und da sind noch viele Fragen offen", erklärt Resetarits.

"Dabei denken wir an die konsequente zweisprachige Ausbildung vom Kindergarten bis zur Matura, und zwar mit Effizienz- und Erfolgskontrolle, an die allgemeine Präsenz des Kroatischen in der Verwaltung und in der Kulturpolitik des Landes sowie an die allgemeine Anpassung minderheitenspezifischer Regelungen an die Anforderungen einer modernen und weltoffenen Kommunikationsgesellschaft", skizziert Resetarits die zukünftigen Schwerpunkte der Minderheitenpolitik im Burgenland.


Stand: 12. Juli 2000