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Ende eines langen Weges

Von: Aussendung/News-Sevice   
Datum: 12.07.00
Uhrzeit: 14:51:43
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News

„Die Aufstellung zweisprachiger Ortstafeln ist das Ende eines langen Weges, der erst durch die gemeinsame Arbeit im Volksgruppenbeirat im Dialog mit Politik und Betroffenen geebnet wurde“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende des kroatischen Volksgruppenbeirates, Martin Ivancsics in einer Presseaussendung. Dieser Weg der Gemeinsamkeit und des Dialoges muss auch in Zukunft bei allen anderen noch offenen Fragen der Volksgruppenpolitik fortgesetzt werden.

Ivancsics erinnert daran, dass gerade in der sensiblen Frage der zweisprachigen Topografie umfangreiche Vorarbeiten, Untersuchungen und letztendlich die von allen politischen Kräften unterstützte Image- und Informationskampagne des Beirates die Akzeptanz wesentlich verbessert haben. „Entscheidend war aber, dass wir in jeder Phase erfolgreich bemüht waren, diese Frage aus dem parteipolitischen Streit herauszunehmen. Alle werden daher gut beraten sein, auch in allen anderen Fragen der Volksgruppen stets eine gemeinsame Ebene zu suchen.“ Die Umsetzung der Ortstafelverordnung sei das beste Beispiel dafür: die gemeinsame Vorbereitung habe zum Verordnungsentwurf von Bundeskanzler Mag. Viktor Klima geführt. Die jetzige Bundesregierung hat nun dankenswerterweise mit Nachdruck dafür gesorgt, dass die Verordnung so rasch wie möglich in Kraft tritt.

Ivancsics: „Ich danke allen, die dazu beigetragen haben, dass der Staatsvertrag nach fast einem halben Jahrhundert auch in diesem Punkt umgesetzt wird.“ Die Ortstafeln sollten jetzt zügig aufgestellt werden, wobei aber nach wie vor ein intensiver Dialog mit den betroffenen Gemeinden und der Bevölkerung notwendig sein wird.

Bedauerlich sei, dass morgen beim Festakt in Großwarasdorf/Veliki Borištof keine Vertreter der Volksgruppen zu Wort kommen werden - möglicherweise sei dieser Mangel im Programm auf die sehr kurzfristige Vorbereitung zurückzuführen. Ivancsics abschließend: „Die Freude der Volksgruppenvertreter wird dabei dennoch überwiegen.“


Stand: 12. Juli 2000