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Diskussion um Volksgruppen-Mandat wird wieder aufgewärmt

Von: Kleine Zeitung/News-Service (eigener Bericht)
Datum: 27.07.00
Uhrzeit: 10:02:13
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News

Vertreter des Rates der Kärntner Slowenen glauben, daß eine ständige Vertretung der slowenischen Volksgruppe im Landtag mittels eigenem Volksgruppenmandat in greifbare Nähe gerückt sei. Laut „Kleine Zeitung“ sind alle drei Landtagsparteien in Kärnten mittlerweile bereit, über eine Vertretung der slowenischen Volksgruppe im Landtag zu verhandeln. Das Thema wird seit 30 Jahren in Kärnten diskutiert und ist innerhalb der Volksgruppe heftig umstritten.

Ein eigenes Volksgruppenmandat wäre für Bernard Sadovnik, den Obmann des Rates der Kärntner Slowenen, "nicht nur von der Symbolik her ein großer Schritt nach vorne". Mit einem Minderheitenmandat würde die Volksgruppenpolitik in Kärnten "europäischen Standard" erlangen.

Landeshauptmann Jörg Haider hat allerdings zur Bedingung gemacht, dass der Mandatsträger der Volksgruppe "demokratisch legitimiert", dass heißt gewählt werden muss. Sadovnik schlägt daher als Modus vor, dass bei der Landtagswahl Angehörige der slowenischen Volksgruppe mit zwei Stimmzettel abstimmen können sollen - mit einem Stimmzettel könnte eine Partei gewählt werden, mit dem zweiten der Vertreter der Volksgruppe.


Stand: 27. Juli 2000