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Grüne kritisieren Angriffe des FPÖ-Politikers Strutz gegen Minderheiten: "Beängstigendes Klima der Intoleranz"

Von: News-Service (eigener Bericht)
Datum: 31.08.00
Uhrzeit: 14:03:06
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Die Minderheitensprecherin der Grünen Terezija Stoisits kritisiert die Angriffe des FPÖ-Klubobmannes Strutz (Kärnten) gegen Vertreter der slowenischen Volksgruppe. Strutz hatte den Minderheitenvertretern, die an einem Treffen mit den „EU-Weisen“ teilgenommen hatten, eine "ungeheuerliche Diffamierung und Rufschädigung unseres Bundeslandes" vorgeworfen. Sie hätten bewusst ein falsches Bild von Kärnten gezeichnet und damit Kärnten einen schweren Schaden zugefügt. Das falsche Bild müsse daher durch eine offizielle Stellungnahme des Landtages und der Landesregierung "zurechtgerückt" werden, hatte Strutz gefordert.

Stoisits daraufhin: „Die heutige Erklärung gegen die Slowenenvertreter kommt einem besonders bedenklichen politischen Einschüchterungsversuch gleich. Eine Volksgruppe ist offensichtlich nur dann eine gute Volksgruppe, wenn sie sich der Meinung der stärksten Landtagsfraktion unterwirft."

"Diese freiheitliche Drohgebärde ist mehr als der übliche freiheitliche Politstil. Jetzt wird nämlich eine ganze Volksgruppe mit Ausdrücken, sie machen das Bundesland madig und sei Volksverräter und Vernaderer an den Pranger gestellt. Doch das genügt dem freiheitlichen Klubobmann nicht. Mit Beschlüssen des Landtages und der Landesregierung sollen die Kärntner Slowenen und ihre VertreterIn mundtot gemacht werden. Es ist zu hoffen, dass die drei Weisen mitbekommen, wie nachher in diesem Land mit ihren Gesprächspartner verfahren wird", erklärt die Grüne Abgeordnete Terezija Stoisits in einer Aussendung.


Stand: 31. August 2000