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Minderheiten in Norddeutschland fürchtet Budgetkürzungen

Von: Eurolang
Datum: 31.08.00
Uhrzeit: 15:45:05
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Die dänische und die friesische Minderheit im Bundesland Schleswig-Holstein sollen bis zu zehn Prozent weniger Fördermittel vom Land erhalten, wenn der Haushaltsvorschlag für 2001 nicht geändert wird, schreibt die dänische Tageszeitung Flensborg Avis. Die genauen Zahlen für den Haushaltsplan der rot-grünen Regierung sind dem Landtag noch nicht vorgelegt worden, aber drei Organisationen der dänischen Minderheit sind brieflich von der Landesregierung informiert worden, dass sie mit Kürzungen von fünf, zehn und 10,5 Prozent zu rechnen hätten.

Die Fraktionsvorsitzende der dänisch-friesischen Partei im Kieler Landtag, Anke Spoorendonk vom SSW, kritisierte Einsparungen bei den Minderheiten und sagte, dass die Landesregierung für verhältnismässig kleine Einsparungen viel Minderheitenpolitik »in Scherben schlüge«, schreibt Flensborg Avis.

Die dänische Minderheit mit ihren 25-50.000 Personen ist das Gegenstück zur deutschen Minderheit in Dänemark mit etwa 10-20.000 Personen. Sowohl die dänisch-friesische als auch die deutsche Minderheit erhalten Fördergelder in dem jeweiligen Heimatland als auch über die Grenze hinweg aus dem Mutterland.

Eine Untersuchung der dänischen Regierung hat diesen Sommer gezeigt, dass Dänemark in den vergangen Jahren etwa 60 Prozent der Zuschüsse für beide Minderheiten gezahlt hat, während Deutschland etwa 40 Prozent der Zuschüsse bezahlt.

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Stand: 31. August 2000