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Gesellschaft für bedrohte Völker International fordert Strukturreform der UNO zur Stärkung der Menschenrechtskompetenz

Von: Aussendung/News-Service (eigener Bericht)
Datum: 06.09.00
Uhrzeit: 09:10:53
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Gesellschaft für bedrohte Völker International fordert Strukturreform der UNO

Die Gesellschaft für bedrohte Völker International (GfbV) hat anlässlich des in dieser Woche vom 6. bis 8. September in New York tagenden Millennium-Gipfels der Staats- und Regierungschefs der Welt Weichenstellungen für eine institutionelle Reform der Vereinten Nationen (UN) gefordert.

"Die heutige Struktur der UN, insbesondere die des Sicherheitsrates, bietet langfristig keine Grundlage für den Schutz der Menschenrechte und die Sicherung des Weltfriedens", erklärte Tilman Zülch, Präsident der GfbV International, in einem aktuellen Schreiben an Un-Generalsekretär Kofi Annan. In einem 25-seitigen Dokument der GfbV, die über einen Beraterstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat der UN (ECOSOC) verfügt, werden unter dem Titel "Für eine Welt ohne Völkermord" zahlreiche Empfehlungen für einen Umbau der UN gegeben, die sich für die Prävention von Genozid und den Schutz ethnischer, religiöser und sprachlicher Minderheiten eignen. Diese reichen von der Stärkung der UN-Menschenrechtskommission über die Verwirklichung des 1998 in Rom beschlossenen Internationalen Strafgerichtshofes bis hin zur Einrichtung einer UN-Ombudsbehörde.

"Mit einer Stärkung der Vereinten Nationen muß ihre Demokratisierung einhergehen. Das bedeutet nicht zuletzt, dass bisher nicht repräsentierte Akteure der Weltbühne eingebunden werden müssen: indigene Völker, ethnische Minderheiten, aber auch die nationalen Parlamente und Nicht-Regierungsorganisationen", so Andreas Bummel, GfbV-Experte für UN-Fragen und Autor des Diskussionspapiers.

Gesellschaft für bedrohte Völker: http://www.gfbv.de


Stand: 06. September 2000