[ Reaktion | Vorwärts | Zurück | Nach oben ]

Woche der Burgenlandkroaten aus der Slowakei in Zagreb

Von: Hrvatske novine/News-Service (eigener Bericht)
Datum: 14.09.00
Uhrzeit: 09:00:50
Name des Remote-Computers: 212.183.85.67

News

In der Woche vom 18. bis 24. September 2000 finden in Kroatiens Hauptstadt Zagreb die „Tage der Burgenlandkroaten aus der Slowakei“ statt. Das berichtet die Wochenzeitung der Burgenlandkroaten „Hrvatske novine“ in ihrer morgigen Ausgabe.

Das Programm umfaßt unter anderem Literaturabende, ein wissenschaftliches Symposium über Geschichte, Sprache und Volksgut der Burgenlandkroaten in der Slowakei, Folkloredarbietungen und Konzerte.

Zur heutigen Slowakischen Republik gehören die kroatische Ortschaften im Süden und Westen von Bratislava, knapp an der österreichischen Grenze: Hrvatski Jandrof (slow.: Jarovce, dt.: Kroatisch Jahrndorf), Čunovo (dt.: Sarndorf), Devinsko Novo Selo (slow.: Devinska Nova Ves, dt.: Thebenneudorf) und Hrvatski Grob (dt.: Kroatisch Eisgrub) sowie Rosvar (slow.: Rusovce, dt.. Karlburg). Insgesamt leben in diesen Orten ca. 3.000 Burgenlandkroaten. Seit 1990 sind sie im „Kroatischen Kulturverband in der Slowakei“ zusammengeschlossen.

Die Burgenlandkroaten in der Slowakei sind ein Teil der gesamten ethnisch und sprachlich einheitlichen Diaspora der Burgenlandkroaten, die auf Wanderungsbewegungen des 16. Jahrhunderts zurückgehen. Damals waren kroatische Kolonialisten aus dem von den Osmanen bedrohten Süden mehr oder weniger gezielt in den westungarischen Raum umgesiedelt worden. Nach dem Zerfall der Habsburgermonarchie 1918 kam der größte Teil der kroatischen Dörfer zu Österreich, ein kleinerer Teil kam zu Ungarn und wenige Dörfer wurden Teil der Tschechoslowakischen Republik.

Landkarte der kroatischen Ansiedlungen: http://www.hrvatskicentar.at/images/landkarte.JPG

Hrvatske novine-online: http://www.hrvatskenovine.at


Stand: 14. September 2000