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Alte und neue Minderheiten in Deutschland gemeinsam für Toleranz

Von: Schleswig-Holsteinischer ZV
Datum: 06.10.00
Uhrzeit: 07:55:25
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Die Minderheiten im deutschen Bundesland Schlweswig-Holstein Lande wollen künftig im Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit und rechte Gewalt an einem Strang ziehen. "Diese Formation ist bundesweit einmalig" lobte am Donnerstag die Bundestagsabgeordentete Cornelie Sonntag-Wolgast (SPD) das Aktionsbündnis. Die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesinnenministerium hatte mit Vertretern der Friesen, Sinti und Roma, der dänischen Minderheit, der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein, Franzosen, Italienern Spaniern und Briten über konkrete Massnahmen für mehr Toleranz und Akzeptanz diskutiert. Nicht große spektakuläre Maßnahmen, die schnell wieder verpuffen sind jetzt wichtig, sondern Aufklärung vor Ort", meinte Sonntag.

"Mit Daten Zahlen und Fakten" solle die Öffentlichkeit in den nächsten Monaten über die positive Rolle informiert werden, die Minderheiten in der Gesellschaft spielen, welchen Beitrag sie zur kulturellen Vielfalt im Lande aber auch zum Erhalt des Rentensystems leisten.

Einstimmig sprach sich die Runde für eine stärkere Präsenz in den Medien und Muttersprachenunterricht in den Schulen aus, um die eigene Identität zu wahren. Das friedliche Zusammenleben mit der dänischen Minderheit und den Friesen sei ein Modellprozess, der Mut und Hoffnung für eine ähnliche Entwicklung bei der Integration ausländische Mitbürger wecke, erklärte Renate Schnack, Minderheitenbeauftragte in Kiel.


Stand: 06. Oktober 2000