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In 150 Ländern der Erde wird gefoltert - Minderheitenangehörige sind typische Opfer

Von: News-Service (eigener Bericht)
Datum: 19.10.00
Uhrzeit: 08:15:41
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News

In den vergangenen drei Jahren wurden in 153 Ländern der Welt Menschen von staatlichen Akteuren wie Polizisten und Mitarbeitern des Geheimdienstes gefoltert und grausam misshandelt; in mehr als 80 Ländern starben Menschen an den Folgen der Folter; in über 70 Ländern waren Folter und Misshandlungen weit verbreitet. Das ist die traurige Bilanz, die amnesty international (ai) zum Auftakt einer weltweiten Anti-Folter-Kampagne zieht.

In den meisten Ländern seien Polizisten die Folterer. Staatliche Stellen in einer Reihe von Staaten nutzten Techniken wie das permanente Verprügeln von Verdächtigen. Die Opfer gehörten fast immer zu ethnischen Minderheiten, seien obdachlos oder hätten "unpopuläre" religiöse oder politische Überzeugungen.

Immigranten, Gastarbeiter und Asylsuchende, die ihre Heimat auf der Suche nach Sicherheit verlassen haben, begegnen oft rassistischer und fremdenfeindlicher Misshandlung durch Beamte. In Ländern wir Österreich, der Schweiz, Belgien, Deutschland und Großbritannien sind Ausländer während ihrer Abschiebung gestorben - als Resultat der exzessiven Anwendung von Gewalt durch die Polizei oder gefährlicher Methoden der Einschränkung der Bewegungsfreiheit, berichtet amnesty international.

Amnesty-Online: http://www.amnesty.at


Stand: 19. Oktober 2000