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Kroatien will mehr für kroatische Minderheiten in Mitteleuropa tun

Von: Hrvatske novine (Vorabbericht)/News-Service
Datum: 02.11.00
Uhrzeit: 08:18:54
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News

Der ständige Unterausschuß für kroatische nationale Minderheiten und Kroaten im Ausland im Sabor in Zagreb (Parlament) hat vor kurzem einen Arbeitsplan für die Jahre 2000/2001 veröffentlicht. Wie die Vorsitzende des Unterausschusses, Abgeordnete Zdenka Babić-Petričević erklärte, sollen in die Arbeit des Ausschusses auch Vertreter der kroatischen Minderheiten in Mitteleuropa einbezogen werden. Das berichtet die Wochenzeitung der Burgenlandkroaten “Hrvatske novine” in ihrer morgen erscheinenden Ausgabe.

Der Unterausschuß für kroatische nationale Minderheiten und Kroaten im Ausland ist als gemischt parlamentarisch-außerparlamentarischer Ausschuß eingerichtet und umfaßt neben acht Parlamentsabgeordneten auch vier Experten aus Wissenschaft und Praxis. Seine Hauptaufgabe sieht er in der Koordination verschiedener Aktivitäten einzelner Regierungsstellen in Kroatien zugunsten der kroatischen nationalen Minderheiten und als Anlaufstelle für die Interessen der Betroffenen.

Die Sorge um kroatische Minderheiten im Ausland ist in der Republik Kroatien verfassungsrechtlich verankert. In Artikel 10 der Republiksverfassung heißt es: „(...) Den in anderen Staaten lebenden Teilen des kroatischen Volkes wird besondere Fürsorge und Schutz der Republik Kroatien gewährleistet.“

Kroatische nationale Minderheiten leben in Österreich, Ungarn, der Slowakei (Burgenlandkroaten), weiters in Italien und Rumänien. Diese Gruppen entstanden vor fast fünf Jahrhunderten durch Migrationsbewegungen im Zuge der türkischen Vorstöße auf dem Balkan. Darüber hinaus leben kroatische Minderheiten in allen Nachfolgestaaten des bis vor 1990 gemeinsamen Staates SFR Jugoslawien, und kroatische Arbeitsmigranten in praktisch allen Einwanderungsländern der Erde.

Zur Hrvatske novine: http://www.hrvatskenovine.at


Stand: 02. November 2000