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Burgenland-Wahl: SPÖ knapp vor ÖVP, FPÖ verliert, Grüne gewinnen

Von: Der Standard/ORF/News-Service (eigener Bericht)
Datum: 06.11.00
Uhrzeit: 07:41:31
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Die jüngste Hochrechung zur Burgenland Wahl 2000 des Instituts „Spectra“ zeigt laut "Der Standard" die burgenländische SPÖ bei 40 Prozent - sie hatte bei der Landtagswahl 1996 noch 44,5 Prozent, in der September-Hochrechnung aber bloß 38. Die Tendenz geht leicht nach oben. Auffallend ist, dass die SPÖ in den Rohdaten mit 35 Prozent klar vor der ÖVP liegt.

Die ÖVP hat 28 Prozent in den Rohdaten, das ergibt 39 Prozent in der Hochrechnung, weil der ÖVP ein höherer Anteil nicht deklarierter Wahlberechtigter zugerechnet werden muss. Zuletzt konnte die ÖVP nicht mehr dazugewinnen.

Sowohl SPÖ als auch ÖVP machen einen insgesamt ausgeglichenen Eindruck - positive wie negative Signale halten sich die Waage.

Spectra zeigt die Freiheitlichen derzeit bei 15 Prozent, das entspricht etwa ihrem Wert von 1996 und ist deutlich unter jenem zur Zeit ihrer "Aufdecker"-Rolle im Bankskandal. Seit damals hat der "gute Eindruck" von der FPÖ um sechs Prozentpunkte auf 26 Prozent abgenommen, dagegen haben rekordverdächtige 56 Prozent einen schlechten Eindruck von der FPÖ.

Die Grünen sind mit hochgerechneten sechs Prozent erstmals relativ sicher in den Mandatsrängen, ob ihre Mobilisierung am Wahltag ausreicht, ist aber noch fraglich.

Der ORF präsentierte gestern in der TV-Pressestunde eine ähnliche Umfrage: SPÖ 40%, ÖVP 37 %, FPÖ 14 %, Grüne 7%.

Laut Spectra wünschen 38 Prozent der Burgenländer eine "starke SPÖ" für die nächsten Jahre, 32 Prozent eine "starke ÖVP, 15 Prozent eine "starke FPÖ" und zwölf Prozent "starke Grüne".


Stand: 06. November 2000