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Zweisprachige Lehrer in Kärnten dürfen nun doch über zweisprachigen Unterricht mitberaten

Von: ORF-Slowenische Redaktion/News-Service (eigener Bericht)
Datum: 15.11.00
Uhrzeit: 09:31:39
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Nach einem Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes, mit dem in Kärnten ab Herbst 2001 der zweisprachige Volksschulunterricht (deutsch-slowenisch) nicht wie bisher nur in den ersten drei Schulstufen, sondern in allen vier Schulstufen zu unterrichten sei, hatte Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer eine Bundesexpertenkommission eingerichtet. Diese Kommission sollte die Weichen für die Zukunft des zweisprachigen Unterrichtes in Kärnten stellen.

Ursprünglich sollten auf Druck der FPÖ in Kärnten nur Vertreter der einsprachigen Lehrer in der Kommission vertreten sein. Zweisprachige Lehrer sollten aus dem kreis der Experten ausgeschlossen bleiben. Die zentralen Organisationen der Kärntner Slowenen zogen aus Protest sogar eine Nichtteilnahme an den Beratungen insgesamt in Betracht.

Jetzt hat Ministerin Gehrer ihre ursprüngliche Meinung revidiert und auch zwei Vertreter der Fachvereinigung zweisprachiger Lehrer in die Kommission berufen. Für den Obmann des Zentralverbandes der Kärntner Slowenen, Marjan Sturm, stellt dies einen Erfolg dar, und er erwartet sich, dass die Bundesexpertenkommission noch im November zum ersten Mal tagen wird.

Sie auch die frühere Meldung zum Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes: http://www.hrvatskicentar.at/forum2/_disc/0000004b.htm


Stand: 15. November 2000