[ Reaktion | Vorwärts | Zurück | Nach oben ]

Kroatien will mehr Auslandsinvestitionen anlocken - Österreich derzeit drittgrößter Investor

Von: Die Presse
Datum: 16.11.00
Uhrzeit: 06:46:22
Name des Remote-Computers: 212.183.92.112

News

Die kroatische Regierung bereitet ein Paket mit Anreizen für Auslandsinvestoren vor. Ziel sei es, bis 2004 rund sechs Mrd. Dollar (96 Mrd. S/sieben Mrd. Euro) ins Land fließen zu lassen. Das erklärte der Wirtschaftsminister Kroatiens, Goranko Fizulić, bei einer Konferenz der BA/CA in Wien.

Die Rezession ist vorbei, heuer rechnet man in Kroatien mit einem Wirtschaftswachstum von drei bis vier Prozent. Noch 1999 mußte ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 0,3 Prozent hingenommen werden. Als das größte Problem gilt die hohe Arbeitslosenrate von etwa 21 Prozent.

Zagreb plant in den nächsten zwei Jahren die Liberalisierung von 80 Prozent des Außenhandels. Das Land wird am 30. November in die Welthandelsorganisation WTO aufgenommen. Anfang Juli setzte Kroatien ein neues Zolltarifgesetz in Kraft, das zu Zollsenkungen führte. Am 24. November beginnen die Verhandlungen mit Brüssel über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen.

Österreich ist der viertgrößte Handelspartner Kroatiens. Nach einem Rückgang der österreichischen Exporte im Vorjahr erhöhten sich die Lieferungen in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres um 14,5 Prozent, die Importe wuchsen um 19,3 Prozent. Die österreichischen Investitionen in Kroatien erreichten im Zeitraum 1993 bis Juni 2000 rund 640 Mill. Dollar. Das waren 16,6 Prozent der gesamten Auslandsinvestitionen.

Nach den USA und Deutschland ist Österreich damit der drittgrößte Investor. Rund 70 Prozent der österreichischen Investitionen umfassen Finanzdienstleistungen: In Kroatien gibt es bereits fünf österreichische Vollbanken.


Stand: 16. November 2000