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Balkangipfel der EU in Zagreb: Perspektiven für Südost-Europa

Von: Berliner Zeitung
Datum: 23.11.00
Uhrzeit: 09:30:26
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News

Morgen Freitag treffen sich die Regierungschefs der 15 EU-Länder in Zagreb mit ihren Kollegen aus sechs Ländern Südost-Europas: Jugoslawien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Albanien und Slowenien.

Die Europäische Union will die Balkan-Staaten zu guter Nachbarschaft und regionaler Kooperation verpflichten. Für die Jahre bis 2006 hat die EU insgesamt neun Milliarden Mark Finanzhilfe für sie vorgesehen. Außerdem will die EU den Balkan-Staaten in Zagreb öffentlich versprechen, dass sie als potenzielle EU-Kandidaten angesehen werden und eines Tages für den Beitritt zur Europäischen Union in Frage kommen können.

Kroatiens Außenminister Picula erklärte, der Balkan müsse "aufhören, ein politischer Sub-Kontinent Europas zu sein". Das Integrationstempo müsse aber vom Entwicklungsstand der einzelnen Länder abhängen, "Paket-Abkommen" müssten vermieden werden; sollten die Staaten zusammengedrängt werden, drohten neue Konflikte.


Stand: 23. November 2000