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"SPÖ nicht mehr Partei der Assimilation" - Bekenntnis zum Wert der Mehrsprachigkeit

Von: News-Service (eigener Bericht)
Datum: 23.11.00
Uhrzeit: 09:41:11
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News

Harald Ladich betonte gestern für seine Partei, daß die SPÖ nicht mehr als Partei der Assimilation gesehen werden könne. In den letzten Jahren habe sich viel geändert. Die jüngere Generation sei heute stolz auf die Mehrsprachigkeit und die Zugehörigkeit zur kroatischen Minderheit. Zweisprachigkeit sei heute für die SPÖ etwas Normales, „mit zwei Sprachen haben die Leute mehr Chancen bei der Arbeit, in der Gesellschaft und im zukünftigen Europa“, so Ladich. Im Bereich des zweisprachigen Schulunterrichts und der zweisprachigen Kinderbetreuung trat Ladich für eine „Steigerung der Qualität“ ein.

Da die Gemeinden im Bereich der Zweisprachigkeit vom Bund konstenaufwendige Maßnahmen vorgeschrieben bekämen, verlangte Ladich, daß sich der Bund auch finanziell an diesen zusätzlichen Aufwendungen der Gemeinden beteilige, um die Chancengleichheit mit einsprachigen Gemeinden sicherzustellen.

Insgesamt bekannte sich Ladich zum Ausbau der Minderheitenrechte und der Minderheitenförderung, die Linie der SPÖ sei es aber, „mit den Leuten zu reden, sie zu überzeugen und Schritt für Schritt vorzugehen“. „Radikalen Wegen“ erteile er eine Absage.

Zur SPÖ: http://www.spoe.at/burgenland


Stand: 23. November 2000