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EU-Bericht: Ausländer werden in Österreich diskriminiert

Von: Der Standard
Datum: 24.11.00
Uhrzeit: 09:25:04
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Kritik an Österreich gab es anlässlich der Vorstellung des Jahresberichts 1999 der Beobachtungsstelle für den Rassismus am Donnerstag in Brüssel. Der Bericht bezieht sich auf 1999, also vor der Regierungsbeteiligung der FPÖ. Darin werden verschiedene Übergriffe beziehungsweise Diskriminierungen in Österreich angeführt. So würden Ausländer meist in schlechter bezahlten Stellen arbeiten und hätten weniger Sicherheiten. 40 Prozent der Wiener Arbeitgeber würden Schwarzafrikanern qualifizierte Arbeit verweigern. Auch bei der Wohnungssuche seien Ausländer in Österreich benachteiligt, so der Bericht.

Während der Wahlkampagne 1999 habe die FPÖ Ausländerfeindlichkeit und Rassismus gegen Einwanderer ausgeschlachtet. "Im Zusammenhang mit . . . Feststellungen ihres Vorsitzenden Jörg Haider wurde versucht, gegen die Einwanderer und Juden ein Klima der Angst und Intoleranz zu schüren", so der Bericht. Der Gebrauch des Wortes Überfremdung in der Wahlkampagne habe vor allem in der jüdischen Gemeinde zu besonders großer Sorge geführt.

Das Innenministerium habe mehr Klagen wegen rassistisch motivierten Vorfällen und eine Zunahme der Verbreitung fremdenfeindlicher Propaganda vermerkt als 1998. Der Bericht listet auf zwei Seiten rassistische und antisemitische Vorfälle beziehungsweise Kritik von Opposition und Kirche an Asyl- und Abschiebepraxis auf. Auch an den Fall Omofuma erinnert der Bericht.


Stand: 24. November 2000