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Sparpolitik der Regierung könnte auch den zweisprachigen Unterricht im Burgenland schwer treffen

Von: Hrvatske novine/News-Service (eigener Bericht)
Datum: 24.11.00
Uhrzeit: 09:28:01
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Im Rahmen der Sparpolitik der ÖVP-FPÖ Koalitionsregierung sollen im Pflichtschulbereich 17% eingespart werden. Diese Einsparungen, die an sich das Bundesbudget betreffen, müssen die einzelnen Bundesländer im Rahmen des Bund-Länder-Finanzausgleiches erbringen. Wie die Wochenzeitung der Burgenlandkroaten „Hrvatske Novine“ in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, hat die Ispektorin für die kroatischen Pflichtschulen im Burgenland Edith Mühlgaszner bereits den Aufrag gegeben, das Einsparungspotential ihrem Bereich zu berechnen.

Nach Angaben der Hrvatske Novine müssen bis zum Jahr 2003 im Burgenland 328 Lehrkräfte abgebaut werden. Das sei nur durch einen Aufnahmestopp und Entlastungen möglich. An das sozialdemokratisch regierte Burgenland seien besondere Sparforderungen herangetragen worden. Dazu käme auch, daß im nächsten Schuljahr 400 Kinder weniger ins schulpflichtige Alter kommen werden. Klassenauflösungen oder Zusammenlegungen stünden aber vorläufig noch nicht bevor.

Schulinspektorin Mühlgaszner verweist nach Angaben der Hrvatske Novine allerdings auf „noch nicht ausgenütztes Potential“ im Bereich des zweisprachigen Schulwesens. So seien derzeit im zweisprachigen Pflichtschulbereich 34 Lehrkräfte ohne zweisprachige Qualifikation beschäftigt, obwohl sie nicht für den zweisprachigen Unterricht qualifiziert seien. Wegen des Klimas innerhalb der Lehrerschaft und mit der Gewerkschaft habe sie das bisher akzeptiert, wird Mühlgaszner zitiert.

Die einsprachigen Lehrkräfte machen 17,6% der Kapazität aus, die im zweisprachigen Pflichtschulbereich zur Verfügung steht.

Zur „Hrvatske novine“: http://www.hrvatskenovine.at


Stand: 24. November 2000