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Juraj Cvecko als Präsident der Burgenlandkroaten in der Slowakei bestätigt

Von: Hrvatske novine (Vorabbericht)/News-Service (eigener Bericht)
Datum: 06.12.00
Uhrzeit: 08:34:16
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News

Der Kroatische Kulturverband in der Slowakei bestätigte anläßlich seiner Generalversammlung den bisherigen Präsidenten Juraj Cvečko im Amt. Cvečko leitet den Verband seit seiner Gründung vor 10 Jahren. Das berichtet die Wochenzeitung der Burgenlandkroaten „Hrvatske novine“ in ihrer morgigen Ausgabe. Weitere Vorstandsmitglieder sind Rado Janković, Eva Hluchá und Marija Brozová.

Der Kroatische Kulturverband in der Slowakei wurde 1990, kurz nach der „samtenen Revolution“ in Prag und Bratislava, als Dachverband der burgenlandkroatischen Organisationen in der Slowakei gegründet. Er vereint Kulturorganisationen aus allen vier südwestslowakischen Gemeinden mit höherem burgenlandkroatischen Bevölkerungsanteil.

Zur heutigen Slowakischen Republik gehören die kroatische Ortschaften im Süden und Westen von Bratislava, knapp an der österreichischen Grenze: Hrvatski Jandrof (slow.: Jarovce, dt.: Kroatisch Jahrndorf), Čunovo (dt.: Sarndorf), Devinsko Novo Selo (slow.: Devinska Nova Ves, dt.: Thebenneudorf) und Hrvatski Grob (dt.: Kroatisch Eisgrub). Insgesamt leben in diesen Orten ca. 3.000 Burgenlandkroaten.

Die Burgenlandkroaten in der Slowakei sind ein Teil der gesamten ethnisch und sprachlich einheitlichen Diaspora der Burgenlandkroaten, die auf Wanderungsbewegungen des 16. Jahrhunderts zurückgehen. Damals waren kroatische Kolonialisten aus dem von den Osmanen bedrohten Süden mehr oder weniger gezielt in den westungarischen Raum umgesiedelt worden. Nach dem Zerfall der Habsburgermonarchie 1918 kam der größte Teil der kroatischen Dörfer zu Österreich, ein kleinerer Teil kam zu Ungarn und wenige Dörfer wurden Teil der Tschechoslowakischen Republik.

Landkarte der kroatischen Ansiedlungen: http://www.hrvatskicentar.at/images/landkarte.JPG

Hrvatske novine: http://www.hrvatskenovine.at


Stand: 06. Dezember 2000