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Minderheitenexperten des Europarates prüfen Situation der Minderheiten in Italien

Von: News-Service (eigener Bericht) 
Datum: 12.12.00
Uhrzeit: 09:57:27
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News

Minderheitenexperten des Europarates prüfen Situation der Minderheiten in Italien

In dieser Woche informiert sich ein Expertenkomitee des Europarates in Italien über die aktuelle Lage der Minderheiten im Land. Der Besuch findet im Rahmen des Monitorigsystems statt, dass durch die „Rahmenkonvention zum Schutz nationaler Minderheiten“ eingeführt wurde. Die einzelnen Staaten verpflichten sich in der Konvention, regelmäßig Berichte über die rechtliche und faktische Lage der Minderheiten in ihrem Gebiet zu verfassen. Ein Expertenkomitee des Europarates kann daraufhin vor Ort den Bericht überprüfen und weitere Informationen einholen.

In Italien leben nach Angaben des italienischen Staatenberichts in 13 Regionen und in den beiden Provinzen mit Sonderstatut Bozen und Trentino zahlreiche Sprachgruppen, die Deutsch, Albanisch, Griechisch, Slowenisch, Kroatisch, Franco-Provençal, Französisch, Okzitanisch, Katalanisch, Ladinisch, Sardinisch and Friulianisch sprechen, dazu kommen noch Angehörige der Roma.

Nach der Rahmenkonvention zum Schutz nationaler Minderheiten haben alle 32 Unterzeichnerstaaten regelmäßig Berichte abzugeben, die dann vom Beratungskomitee nach Anhörung der betroffenen Minderheiten vor Ort bewertet werden.

Österreich hat die Rahmenkonvention am 26. Feber 1998 ratifiziert und das Inkrafttreten mit 1. Juli 1998 festgelegt. Die Bundesregierung hätte bis Mitte 1999 einen Situationsbericht über die Lage der Minderheiten in Österreich erstellen und veröffentlichen müssen, hat das aber erst Mitte 2000 getan.

Zum italienischen Staatenbericht (in english): http://www.humanrights.coe.int/minorities/Eng/FrameworkConvention/StateReports/1999/italy/rapportitalie.htm


Stand: 12. Dezember 2000