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Das war das Jahr 2000 - ein Rückblick des "News-Service der Burgenlandkroaten" (Teil 1)

Von: News-Service (Jahresrückblick) 
Datum: 27.12.00
Uhrzeit: 09:37:46
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News

**10.02.2000** Das „Burgenländisch-kroatische Zentrum“ präsentiert seine umfangreiche Homepage

Die neue Homepage bietet unter www.HrvatskiCentar.at Informationen über Geschichte, Herkunft und aktuelle Situation der Burgenlandkroaten in Österreich, über kulturelle und minderheitenpolitische Aktivitäten und Sprachkurse, einen Online-Katalog mit Büchern, CD-s und Videos in Burgenlandkroatisch, ein Forum für den Meinungsaustausch und eine Plattform für die zahlreiche Organisationen und Initiativen im Burgenländisch-kroatischen Zentrum.

**21.02.2000** Was im Koalitionsabkommen zwischen FPÖ und ÖVP zum Thema Minderheiten wirklich steht

Wie bisher jede Bundesregierung in den letzten Jahren, hat auch die nunmehrige Koalition zwischen FPÖ und ÖVP in ihrem Regierungsabkommen „Österreich neu regieren“ einige Maßnahmen im Bereich der Volksgruppen angekündigt. Zum Nachlesen: http://www.hrvatskicentar.at/forum/_disc/00000054.htm

**26.02.2000** Burgenlandkroatische Hl. Messen in Wien ab sofort im Internet

Das Burgenländisch-kroatische Zentrum in Wien bringt im Rahmen seiner Internet-Seiten ab sofort regelmäßig Ankündigungen über Orte und Termine der Hl. Messen in burgenlandkroatischer Sprache in der Bundeshauptstadt. In Wien leben ca. 10.20000 bis 15.000 Burgenlandkroaten, in erster bis vierter Generation, die im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts aus dem Burgenland bzw. den bis 1921 westungarischen Gebieten nach Wien gezogen sind und hier ihre Sprache und Identität erhalten haben. Zum Nachlesen: http://www.hrvatskicentar.at/forum/_disc/0000006f.htm

**30.03.2000** Verlust von bis zu 35% der Volksgruppenförderung durch die Hintertür - Zeitungsherausgeber der Burgenlandkroaten schlagen Alarm

In einer “Gemeinsamen Erklärung der Herausgeber aller periodisch erscheinenden Printmedien der Burgenlandkroaten” warnen die betroffenen Organisationen Bundeskanzler Schüssel und Finanzminister Grasser vor der geplanten Streichung der derzeit begünstigten Posttarife für Zeitungen gemeinnütziger Vereine. Nach den derzeitigen Berechnungen würde z.B. der Kroatische Presseverein als Herausgeber der «Hrvatske novine» 750.000 öS im Jahr verlieren. Im Endeffekt läuft das auf eine indirekte Kürzung der Volksgruppenförderung um über 35% hinaus. Zum Nachlesen: http://www.hrvatskicentar.at/forum2/_disc/00000018.htm

**07.04.2000** EU-Beobachtungsstelle für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit offiziell eröffnet

Heute wurde in Wien die EU-Beobachtungsstelle für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) offiziell eröffnet. Bei dem Festakt am Vormittag in der Hofburg sprachen EU-Kommissionspräsident Romano Prodi, Europaparlamentspräsidentin Nicole Fontaine, Bundespräsident Thomas Klestil und der Vorsitzende des EUMC-Verwaltungsrates, Jean Kahn, über das Problem von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Zum Nachlesen: http://www.hrvatskicentar.at/forum2/_disc/00000036.htm

**18.04.2000** Verfassungsgericht erweitert zweisprachigen Unterricht in Kärnten auf alle vier Schulstufen der Volksschule

Der Verfassungsgerichtshof in Wien hat jene Bestimmungen des Minderheitenschulgesetzes für Kärnten aufgehoben, die den zweisprachigen Volksschulunterricht für die slowenische Minderheit auf drei Volksschulklassen beschränkt haben. Ab der vierten Schulstufe wurde bisher der Unterricht in deutscher Sprache erteilt. Im Gegensatz dazu ist das zweisprachige Schulwesen für die Kroaten im Burgenland seit jeher so geregelt, dass sich der zweisprachige Unterricht grundsätzlich auf alle vier Schulstufen der Volksschule erstreckt. Zum Nachlesen: http://www.hrvatskicentar.at/forum2/_disc/0000004b.htm

**25.04.2000** Bundeskanzleramt: Verwendung der kroatische Amtssprache im Burgenland konstant

Die Verwendung der kroatischen Landessprache als zusätzliche Amtssprache im Burgenland ist 1999 konstant geblieben. Das geht aus einer schriftlichen Anfragebeantwortung von Bundeskanzler Wolfgang SCHÜSSEL an die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses im Nationalrat, Abgeordnete Terezija STOISITS hervor. Kroatisch ist in sechs von sieben Bezirken des Burgenlandes entsprechend dem Artikel 7 Staatsvertrag von Wien 1955 und dem Volksgruppengesetz 1976 als „zusätzliche Amtssprache“ vor Verwaltungsbehörden und Gerichten zugelassen. Zum Nachlesen: http://www.hrvatskicentar.at/forum2/_disc/00000054.htm

**27.04.2000** Kroatischer Volksgruppenbeirat wählt Leo Radakovits zum neuen Vorsitzenden

Der Beirat für die kroatische Volksgruppe hat gestern in Parndorf/Pandrof den Bürgermeister der südburgenländischen Gemeinde Güttenbach/Pinkovac, Herrn Leo Radakovits (ÖVP), zum neuen Vorsitzenden gewählt. Radakovits folgt Martin Ivancsics in dieser Funktion nach. Im kroatischen Volksgruppenbeirat wechselt der Vorsitz - im Gegensatz zu den anderen Volksgruppen - jedes Jahr, wobei aufgrund eines Abkommens aus dem Jahr 1993 alternierend die ÖVP- und SPÖ-nahen Organisationen im Beirat das Vorschlagsrecht haben. Zum Nachlesen: http://www.hrvatskicentar.at/forum2/_disc/00000059.htm

**01.05.2000** Heute offizieller Start des ersten Online-Nachrichtendienstes zu Minderheitenthemen

Nach einem erfolgreichen Probebetrieb erfolgt heute der offizielle Start des ersten österreichischen Online-Nachrichtendienstes mit dem Schwerpunkt ethnische Minderheiten (Volksgruppen) und Menschenrechte in Österreich und der EU. Betrieben wird dieser neue Nachrichtendienst mit täglichen Meldungen und Hintergrundinformationen unter dem Namen "News-Service der Burgenlandkroaten" vom Burgenländisch-kroatischen Zentrum in Wien.

**15.05.2000** 45 Jahre Staatsvertrag von Wien: Burgenlandkroaten verlangen endlich Umsetzung in die Praxis

„45 Jahre nach dem Abschluß des Staatsvertrages von Wien und dessen Minderheitenschutzbestimmungen in Artikel 7 warten die betroffenen Minderheiten, die Kroaten und Slowenen, noch immer auf die praktische Umsetzung mehrerer konkreter Bestimmungen in diesem zentralen Minderheitenschutzdokument der 2. Republik“, erklärt die Vorsitzende des Kroatischen Akademikerklubs Silvija Resetarits anläßlich des heutigen 45. Jahrestages der Staastvertrtragsunterzeichnung. „Mit dem berühmten Satz von Leopold Figl: „Österreich ist frei!“ waren und sind auch Verantwortungen und Verpflichtungen der Republik zu Minderheitenschutz (Artikel 7) und zum Schutz der Menschenrechte (Artikel 6) verbunden. Das wird leider oft vergessen“, so Resetarits. Zum Nachlesen: http://www.hrvatskicentar.at/forum2/_disc/0000007d.htm

**15.05.2000** Burgenländisch-kroatisches Zentrum: Jahresbericht 1999 mit Besucherrekord

Das Kuratorium des Burgenländisch-kroatischen Zentrums präsentierte gestern abend in Wien den Tätigkeitsbericht für das abgelaufene Geschäftsjahr 1999. Im Bericht wird ein neuer Besucherrekord mit 7.000 Gästen bei 93 Veranstaltungen (Ausstellungen, Vorträge, Kleinkunst und Kabarett, Theatervorstellungen, Diskussionen, Folklore, Konzerte und Lesungen) vermerkt. Darüber hinaus haben 10 Organisationen und Kulturgeruppen im Burgenländisch-kroatischen Zentrum ihren Vereinssitz oder das Zentrum ihrer regelmäßigen Tätigkeiten. 47 verschiedene Organisationen bedienten sich im Jahr 1999 der Infrastruktur des Burgenländisch-kroatischen Zentrums bzw. waren an der Organisation von Veranstaltungen beteiligt. Zum Nachlesen: http://www.hrvatskicentar.at/forum2/_disc/0000007c.htm

**24.05.2000** Streichung der Minderheitenschutzbestimmungen im Staatsgrundgesetz wurde abgewendet

Das Bundeskanzleramt hat nach heftigen Protesten mehrerer Volksgruppenorganisationen, der geschlossenen Ablehnung in allen Volksgruppenbeiräten und nach einhellig kritischen Stellungnahmen juristischer Fakultäten in Österreich nunmehr den Plan fallengelassen, Artikel 19 des Staatsgrundgesetzes 1867 aus der Rechtsordnung ersatzlos zu streichen. Zum Nachlesen: http://www.hrvatskicentar.at/forum2/_disc/00000093.htm

**09.06.2000** Das Burgenland erhält zweisprachige Ortstafeln

Der Hauptausschuss des Nationalrates stimmte heute einstimmig der Topographieverordnung-Burgenland zu, die jene Gebietsteile bestimmt, in denen topographische Bezeichnungen und Aufschriften nicht nur in deutscher, sondern auch in kroatischer oder ungarischer Sprache anzubringen sind. In die Verordnung werden jene burgenländischen Gemeinden oder Ortsteile aufgenommen, in denen nach der Volkszählung 1991 mindestens 25 % der dort wohnhaften Bevölkerung entweder die kroatische oder die ungarische Sprache neben Deutsch als Umgangssprache angegeben haben. Diese Vorgangsweise wurde allerdings seitens mehrerer kroatischer Organisationen als zu einschränkend kritisiert. Derzeit prüft der Verfassungsgerichtshof vom Amts wegen die Aufhebung der 25%-Klausel als „verfassungswidrig“. Zum Nachlesen: http://www.hrvatskicentar.at/forum2/_disc/000000af.htm

**10.06.2000** Burgenlandkroaten: "Zweisprachige Ortstafeln sind Erfolg des jahrelangen Kampfes für die Zweisprachigkeit"

„Die nunmehr endgültige Entscheidung von Regierung und Nationalrat für die Aufstellung zweisprachiger Ortstafeln im Burgenland ist ein riesiger Erfolg unseres jahrzehntelanges Engagements für die Zweisprachigkeit im Burgenland und für unseren konsequenten Kampf für zweisprachige Ortstafeln“ kommentiert die Vorsitzende des Kroatischen Akademikerklubs, Silvija Resetarits, die gestrige Entscheidung im Nationalrat für zweisprachige Ortstafeln im Burgenland. „Unsere zahlreichen Ortstafelaktionen, wegen der wir anfangs noch mit Verwaltungsstrafen verfolgt wurden, unser jahrelanger politischen Druck und unsere konsequente Überzeugungsarbeit bringen uns jetzt einen deutlichen Schritt näher zum Ziel“, erklärt Resetarits. „Ich möchte mich bei allen bedanken, die mitgemacht haben und uns in welcher Form auch immer unterstützt haben, und die sich in ihrem Engagement für die Zweisprachigkeit nicht beirren ließen.“ Zum Nachlesen: http://www.hrvatskicentar.at/forum2/_disc/000000b0.htm

**15.06.2000** Landesschulinspektor Stefanits: Die ersten Maturanten am zweisprachigen Gymnasium in Borta/Oberwart haben hohes Niveau

Seit 6. Juni 2000 gibt es die ersten MaturantInnen am zweisprachigen Gymnasium in Oberwart. Die Schule war erst vor acht Jahren unter Unterrichtsminister Rudolph Scholten mit zwei parallelen Zweigen, einem deutsch-kroatischen und einem deutsch-ungarischen, eingerichtet worden. Landesschulinspektor Günther Stefanits hat nun das hohe Niveau beim schriftlichen und beim mündlichen Teil der ersten Matura gelobt. Die Maturanten hätten hohe fachliche Kompetenz und seien in der Lage, ihre Gedanken sehr gut auszudrücken. Besonders hervorgehoben wurden die Möglichkeiten und Chancen, die sich angesichts der politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Mittel- und Osteuropa für qualifiziert zweisprachig ausgebildete junge Menschen ergeben. Zum Nachlesen: http://www.hrvatskicentar.at/forum2/_disc/000000b6.htm

>>> Teil 2 folgt morgen, am 28. Dezember 2000


Stand: 27. Dezember 2000