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Auch Roma fordern Verhandlungen über Entschädigung von zwangsenteignetem Besitz

Von: ORF/Tageszeitungen
Datum: 16.01.01
Uhrzeit: 07:41:10
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News

Die Volksgruppe der Roma und Sinti will in Verhandlungen für Entschädigungen einbezogen werden. Rudolf Sarközi, Vorsitzender des Volksgruppenbeirates der Roma, kritisierte in einer Aussendung am Montag, dass diese Opfergruppe bisher bei Verhandlungen um NS-Entschädigungen so gut wie unberücksichtigt geblieben sei.

"Wir sind eine anerkannte Volksgruppe mit einem verfassungsmäßigen Schutz. Wir fordern die Regierung auf, uns in die künftigen Verhandlungen einzubinden", betonte Sarközi. Sarközi: In der wissenschaftlichen und in der öffentlichen Diskussion seien bisher fast ausschließlich Fragen des zwangsenteigneten jüdischen Besitzes diskutiert worden.

"Weitgehend unbearbeitet ist bis heute allerdings die Frage nach dem Besitz der österreichischen Roma und Sinti und den Wiedergutmachungsregelungen für diese Volksgruppe. Dabei müssen bei der Zerstörung von Gebäuden, ja ganzen Siedlungen, große Vermögenswerte involviert gewesen sein", erläuterte Sarközi. Allein im Burgenland habe es sogenannte "Zigeunersiedlungen" in mindestens 143 Gemeinden mit einer gesamten Einwohnerzahl von rund 7.000 Personen gegeben.

Romano Centro: http://www-gewi.kfunigraz.ac.at/romani/vereine/verein_centro.de.html

Roma-Kulturverein: http://members.eunet.at/kv-roma/


Stand: 16. Januar 2001