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Kärntens FPÖ möchte Minderheitenschulen abschaffen - statt dessen nur noch "Sprachenschulen"

Von: Der Standard/Der Standard
Datum: 25.01.01
Uhrzeit: 07:51:59
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Der freiheitliche Klubobmann und Vorsitzende des Ausschusses für Volksgruppenangelegenheiten im Kärntner Landtag, Martin Strutz, will den laut Staatsvertrag garantierten zweisprachigen Unterricht im Minderheitengeltungsbereich neu überdenken. Er könne sich vorstellen, die zweisprachigen Schulen nach dem Vorbild von internationalen Schulen in "Sprachschulen" umzuwandeln, in denen neben Slowenisch auch Englisch und Italienisch angeboten werden. Auch Kinder ausländischer Eltern, etwa slowenischer oder italienischer Geschäftsleute, könnten dann in diesen Schulen unterrichtet werden. Strutz sieht darin eine "Aufwertung", weil dies "ein Angebot an alle Kärntner" sei. In Kärnten als "Dreh- und Schnittpunkt zum Osten" seien Sprachkompetenzen unerlässlich. Strutz appellierte an die Volksgruppe, diesen Vorschlag zu unterstützen. Anlaß für den Vorstoß ist die Sitzung der Kommission für Minderheitenschulwesen im Unterrichtsministerium, die die gesetzlichen Grundlagen des Minderheitenschulwesens diskutiert. Die Kommission soll eigentlich die Umsetzung eines Erkenntnisses des Vefassungsgerichtshofes vorbereiten. Dieser hatte im Vojahr die derzeitige Beschränkung des zweisprachigen Unterrichts von vier auf drei Volksschulstufen als verfassungswidrig aufgehoben.

Siehe dazu: http://www.hrvatskicentar.at/forum2/_disc/0000004b.htm


Stand: 25. Januar 2001