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Kulturelle Vielfalt ist eine Stärke? Österreich nur an vorletzter Stelle

Von: News-Service (eigener Bericht)
Datum: 26.01.01
Uhrzeit: 07:33:54
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News

Zwei von drei EU-Bürgern (64%) halten es für positiv, wenn eine Gesellschaft aus Menschen unterschiedlicher Rasse, Religion und Kultur besteht. Dies wird durch eine neue, von der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) in Wien in Auftrag gegebene Erhebung bestätigt.

Nach der Erhebung der EUMC sind drei von vier Befragten in Schweden (77%), Spanien (75%) und den Niederlanden (74%) der Meinung, dass ihr Land von kultureller Vielfalt profitieren kann. In Griechenland sind lediglich 36 % für eine multikulturelle Gesellschaft. Auch die Menschen in den deutschsprachigen Ländern (in Österreich 52% und in Deutschland 53% Befürworter) sowie in Belgien (56%) sind kultureller Vielfalt gegenüber eher kritisch eingestellt, trotzdem befürwortet auch hier eine knappe Mehrheit den Satz: „Es ist für jede Gesellschaft positiv, wenn sie aus Menschen unterschiedlicher Rasse, Religion und Kultur besteht.“

Gleichzeitig zeigt die Erhebung, dass die positive Einstellung gegenüber kultureller Vielfalt mit höherem Bildungsniveau zunimmt. 75% der EU-Bürger mit höherer Schulbildung beurteilen kulturelle Vielfalt ausdrücklich positiv.

„Bildung ist eines der besten Werkzeuge bei der Bekämpfung von Intoleranz, und eine bessere Bildung für die jungen Europäer wird langfristig eine doppelte Wirkung erzielen. Zum Einen stärkt Bildung die weltweite Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union, zum Anderen dient sie der Vorbeugung von Intoleranz. Ich bin überzeugt, dass die Konferenz in Stockholm zu einer verstärkten Aufmerksamkeit gegenüber Bildung für künftige Generationen in Europa führen wird,” so Beate Winkler.

Die Eurobarometer-Erhebung basiert auf 16.172 Befragungen, die im Mai 2000 in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union durchgeführt wurden.

Europäische Beobachtungsstelle: http://www.eumc.at/


Stand: 26. Januar 2001