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Grüne: FPÖ-Vorschlag für "Sprachunterricht" für Volksgruppen ist verfassungswidrig

Von: News-Service (eigener Bericht)
Datum: 26.01.01
Uhrzeit: 12:07:31
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"Der Vorschlag des freiheitlichen Kärntner Landtags-Klubobmanns Strutz, zweisprachigen Unterricht und Minderheitenschulen abzuschaffen und statt dessen nur mehr 'Sprachunterricht' für Volksgruppenangehörige vorzusehen, ist eine Aushöhlung der durch den Staatsvertrag Art. 7 verbrieften Rechte der Slowenen und Kroaten in Kärnten, der Steiermark und im Burgenland", kritisiert die Minderheitensprecherin der Grünen, Terezija Stoisits einen Vorstoß des Kärntner FPÖ-Politikers Strutz.

Der im Verfassungsrang stehende Art. 7 des Staatsvertrags beinhalte jedenfalls den "Anspruch auf Elementarrunterricht in kroatischer und slowenischer Sprache", also auf den gesamten Unterricht in der Muttersprache und nicht das Unterrichten der Minderheitensprache im Stil einer Fremdsprache. "Strutz macht einen verfassungswidrigen Vorschlag zum Minderheitenschulwesen. Dabei vermischt er bewußt den zweisprachigen Unterricht mit dem Fremdsprachenunterricht wie z.B. bei Englisch und versucht, den Abbau an Minderheitenrechten auch noch als modernes Angebot für Fremdsprachenunterricht zu verkaufen", so Stoisits.

Die Kommission für Minderheitenschulwesen im Unterrichtsministerium solle sich für die Gewährleistung des zweisprachigen Unterrichts in der 4. Klasse Volksschule einsetzen, statt freiheitlichen Versuchen nach Aushebelung des muttersprachlichen Unterrichts für Slowenen Gehör zu schenken, fordert Stoisits.

Siehe auch: http://www.hrvatskicentar.at/forum2/_disc/0000021b.htm


Stand: 26. Januar 2001