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Am 15. Mai 2001 werden wieder in ganz Österreich Umgangssprachen festgestellt

Von: News-Service (eigener Bericht)
Datum: 16.02.01
Uhrzeit: 08:12:38
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News

Im Rahmen der regulären Volkszählung am 15. Mai 2001 werden trotz eines insgesamt verkürzten Fragebogens auch wieder die Umgangssprachen aller Bewohner Österreichs festgestellt. Dabei haben alle Personen anzukreuzen, ob sie deutsch, burgenland-kroatisch, romanes, tschechisch, slowakisch, ungarisch, slowenisch, kroatisch, serbisch oder türkisch als Umgangssprachen verwenden. „Andere Umgangsssprachen“ können handschriftlich ergänzt werden.

Aus den offiziellen Erläuterungen geht hervor, dass mit dieser Frage nicht nach Muttersprachen oder nach der Zugehörigkeit zu Volksgruppen gefragt wird, sondern nach jenen Sprachen, die „gewöhnlich im privaten Bereich (Familie, Verwandte, Freunde, usw.)“ gesprochen werden. Dementsprechend sind auch Mehrfachnennungen möglich.

Seitens der Bundesanstalt „Statistik Österreich“, dem ehemaligen Statistischen Zentralamt, wird die Frage nach den Umgangssprachen damit begründet, um beurteilen zu können „wie sich die alteingesessenen Sprachgruppen sowohl in ganz Österreich als auch in den einzelnen Landesteilen entwickeln“. Außerdem soll die Entwicklung "neuer Sprachminderheiten beobachtet" werden, um „Förderungsmaßnahmen für die Integration einerseits bzw. die Erhaltung der kulturellen Eigenart andererseits gezielt planen zu können.“


Stand: 16. Februar 2001